Hier könnt ihr Rosenburg 2 nachlesen!
Hauptrollen
Stella (18 )
Alissa (18 )
Mary (10)
Nebenrollen
Jessy (19)
Fio (18 )
Jake (19)
Chris (18 )
Die Bösen
Robert Klaarbeck
Ellen Cartman
Vorwort
Es war jetzt 2 Jahre her, das Mel tot war und Klaarbeck im Gefängnis sitzt. Doch dies blieb nicht lange: Als ich die Morgenzeitung aufschlug, hielt ich die Luft an.
Ein Artikel starch mir direkt ins Auge: Klaarbeck war aus dem Knast ausgebrochen! Und ich hatte mit eigenen Augen gesehen wie er mir Rache geschworen hatte…ich wusste dass er nur wegen mir ausgebrochen war, und ich würde die Tage zählen, die ich noch zu leben hatte!
[es geht jetzt hauptsächlich um Stella!]
Leben in Angst
Es war so einfach gewesen als ich Klaarbeck eingesperrt wusste. Seit letztem Monat ist Mary nun bei mir. Sie ist ein anständiges Mädchen und ich wollte nicht dass sie weiterhin ins Heim musste. Komischer Weise hatte sich Mels Körper an Marys Seele angepasst. Das heißt Mel war praktisch geschrumpft. Obwohl ich es echt gruselig fand, hatte ich Mary bei mir aufgenommen! Sie war der einzige Mensch der mir noch nah war, ich hatte mich seit dieser Aktion von allen anderen abgeschottet.
Und nachdem ich diesen Artikel über Klaarbeck gelesen hatte, überfiel mich panische Angst! Nicht nur um mich, sondern hatte ich auch Angst um Mary! Wenn er sie mitnehmen würde, würde es ihr nicht wirklich gut ergehen, das wusste ich. Ich fragte mich was dieser verrückte Mann noch alles anstellen würde, oder überhaupt könnte! Ich musste also aufpassen und ich würde so schnell wie möglich Kontakt zu Alissa aufbauen!
Verschwunden
Verflixt! Ich suchte Allys Nummer schon drei Tage lang, keine Spur. Selbst im Internet war nichts zu finden, ihre Homepage war gelöscht worden! Ich sah mich unverwandt um. Nichts, rein gar nichts! Selbst wenn ich ihre Nummer finden würde, ihr Anschluss war wahrscheinlich lahm gelegt worden. Ich war mir nicht sicher was das zu bedeuten hatte, aber da stimmte was nicht! Und ich konnte mir auch vorstellen, was passiert war, aber ich wollte nicht daran denken! Ich jagte die Treppen hoch in Marys Zimmer, sie schlief noch. Zum Glück, ich wollte nicht das sie Angst bekam! Und als ich wieder ins Wohnzimmer ging überfiel mich wieder dieses Gefühl das mir sagte das gleich etwas passieren würde!
Druck
Am liebsten wäre ich gestorben, als ich den Brief gesehen hatte! Er war von Klaarbeck, und er machte mir Angst! Ich wollte ihn nicht öffnen, ich konnte mir denken was darin stand: Er wollte Mary zurück…und was er vielleicht nicht ausgeschrieben hatte war, das er mein Blut sehen wollte! Mary war nur ein Vorwand um mich kalt zu machen. Ich wollte den gefalteten Zettel, der auf dem Wohnzimmertisch lag, nicht einmal anrühren! Wer weiß, vielleicht würde meine Haut dann verätzen? Ich wusste dass es albern und kindisch war, aber ich konnte den Druck nicht ab. Ich lief in die Küche, zog mir Handschuhe über und ging zurück in die Stube, um den Brief zu nehmen und ihn zu entsorgen. Das Leben das ich mir nach diesem schrecklichen Chaos vor zwei Jahren, aufgebaut hatte, drohte zerstört zu werden, und ich konnte nichts dagegen tun. Ich schaltete den Fernseher ein und versuchte mich zu entspannen. Ich wollte gar nicht daran denken wie er hier rein gekommen war, er könnte mich in jedem Moment umbringen! Und schon wieder durchfuhr es mich eiskalt. Schon allein an so etwas zu denken war schrecklich! Und jetzt wusste ich, dass der Druck selbst, schlimmer war als die Gefahr! Dennoch durchzuckte es mich immer wieder! In meinem Kopf sprangen die Alarmglocken an: Hilfe! Hilfe! Hilfe!
Botschaft
Ich sah mich um. Er war nirgends zu sehen, mein Herz raste dennoch weiter. Es war noch sehr früh und ich musste mal auf die Toilette. Als ich das Bad betrat, schaltete ich das Licht ein, mir war nichts Ungewöhnliches aufgefallen. Nachdem ich mein Geschäft erledigt hatte ging ich wieder ins Bett.
Ich wachte schreckhaft auf. Von unten kam ein lauter Schrei. Schnell lief ich die Treppe runter und folgte dem Schrei ins Bad. Mary stand vor dem Spiegel. Ich bemerkte erst nach dem dritten Blinzeln das der Spiegel blutverschmiert war und mit Blut darauf geschrieben war: >>MARY<<.
Ich hielt die Luft an. Arme Mary…
Wut
Als ich noch ein paar Mal zu dem Spiegel schaute, wurde mir dermaßen übel! Ich konnte einfach kein Blut sehen. Mary sah mich erschrocken an, sie zitterte. Ich wollte ihr helfen, sie beruhigen, aber ich konnte mich nicht bewegen. Mir wurde schwarz vor Augen und ich spürte den kalten Fliesenboden unter mir. Ich war in Ohnmacht gefallen.
Und als ich wieder erwachte, fühlte ich mich steif. Ich stand auf und sah mich um. Wo war Mary? Ich suchte das ganze Haus ab: Sie war weg. Schnell griff ich zum Telefon und rief die Polizei. Nachdem ich ihnen alles geschildert hatte, klingelten ein paar Minuten später, zwei Polizisten an der Haustür. Ich öffnete sie und musterte die Polizisten. Sie sahen mich mit leerem Ausdruck an und kamen einfach herein, ohne etwas zu sagen. Sie vermieden es mit mir zu reden und suchten den ersten Stock nach dem Bad ab. Als sie es gefunden hatten gingen sie zum Spiegel und untersuchten diesen mit Handschuhen. Waren die überhaupt dazu ausgebildet? Ich sah sie misstrauisch an. Zum ersten Mal fragte ich mich, wessen Blut das wohl war? Doch dann wurde mir bewusst dass ich es gar nicht wissen wollte. Und dann sprach der eine Polizist mich an:
>>Wir haben nicht viel gefunden. Es ist unwahrscheinlich einen Täter zu finden. Wir arbeiten nebenbei an dem Fall.<<
Hatte der einen Knall??!! Mein Spiegel wurde mit Blut beschmiert und ein Kind war verschwunden! Und diese Knalltüten hielten sich für Polizisten? Wetten, die KONNTEN auch nichts finden, die sind schließlich nicht von der Spurenkommision!! Am liebsten hätte ich mich auf diesen „Polizisten“ gestürzt, aber ich hielt mich zurück. Wenn ich jetzt Ärger bekommen würde, würde ich Mary sicher nicht helfen! Ich musste Mary also selbst finden!
Neuer Anfang
[Esmes Sicht]
Ich hatte wieder ein Stück des Puzzles zusammen. Wie meine Mum es immer nannte: Das Puzzle meines Gedächtnisses. Ich wusste nichts mehr, seit dem ich aus dem Koma erwacht war. Als ich meine Augen geöffnet hatte, bekam ich Angst und fing an, wie am Spieß zu schreien. Ich wusste nicht recht, ob dieser Traum, wirklich zu meinem Leben gehört hatte denn er war ziemlich abgefahren gewesen.
Ich ging noch einmal die Tatsachen durch die ich in meinem Leben herausgefunden hatte:
Ich hieß Esme Jenna Cooper (ich wusste dass ich eigentlich anders hieß, aber meine Mum wollte nicht das mein Name mich an mein Leben erinnerte, und an den Unfall) und war ungefähr 18 Jahre alt. Eine eigene Wohnung war in meinem Zustand wohl nicht die richtige Idee. Und die tiefe Lücke in meinem Gedächtnis bereitete mir jede Nacht qualvolle Schmerzen, denn ich träumte immer wieder den selben Traum, ich hatte ihm sogar schon einen Namen gegeben: Seelen. Dieses Wort kam mir so unglaublich vertraut vor…dieses Wort fühlte sich an wie meine beste Freundin.
ACHTUNG - Gesucht!
[Esmes Sicht]
Ich war allein zuhause, als ich mich an Mums Computer schlich. In dieser Nacht hatte ich nicht „Seelen“ geträumt. Ich hatte nur gehört, wie eine weiche aber auch ängstliche Stimme rief. Immer wieder rief sie einen Namen. Ich erinnerte mich dunkel an den Namen aber ich war mir nach einiger Überlegung sicher, dass der Name „Melinda“ gewesen war. Natürlich wusste ich, dass es unwahrscheinlich war, etwas Auffälliges unter dem Namen Melinda zu finden. Ich wollte trotzdem versuchen herauszufinden was es damit auf sich hatte. Als der PC hoch gefahren war, öffnete ich Firefox und durchsuchte die Favoriten meiner Mutter. Ich überlegte als ich die Reihe durchging.
Google
Youtube
Facebook
Musicload
Ich entschied mich für Facebook. Erstaunt bemerkte ich, dass meine Mutter sich nicht ausgeloggt hatte. Benutzte niemand anderes den PC außer ihr? Aber das war jetzt nebensächlich. Ich ging auf die Freundeliste meiner Mutter. 89 Freunde? Hier würde ich später suchen.
Und da fiel mein Blick auf eine blinkende Anzeige: Sie haben Post!
Ich wusste dass es falsch wäre, Ellens Mails zu lesen, aber ich war neugierig. Und so öffnete ich das E-Mail-Fenster. Und ich fand rein gar nichts, außer einer Mail von Facebook:
Geehrte Frau Cooper,
das Facebook-Team möchte Sie darum bitten ihre Augen offen zu halten, da einer unserer User spurlos verschwunden ist. Unser Interesse liegt darin, die vermisste Melinda Gordon zu finden. Wir danken Ihnen, und hoffen dass die Familie Gordon ihre Tochter zurück bekommt.
Ihr Facebook-Team
Erst nach ein paar Minuten bemerkte ich, dass im Anhang ein Bild versteckt war. Ich öffnete es und bekam einen Schock. Schnell ging ich ins Bad und sah in den Spiegel. Hatte ich eine Zwillingsschwester? Ich sackte zu Boden und war starr vor Schreck über mein Spiegelbild.
Ich
[Esmes Sicht]
Sobald ich mich wieder bewegen konnte, rannte ich zur Haustür, nahm meine Jacke und schlich nach draußen. Konzentriert saugte ich die frische Luft ein. Ich musste weg von hier und der einzige Platz den ich einigermaßen kannte, war der Marktplatz. Also lief ich dorthin. Wieso wurde mir nicht erzählt, dass ich eine Schwester hatte? Oder…nein, sie hätten mir niemals so eine Lüge aufgetischt! Aber was wäre, wenn ICH in Wirklichkeit diese vermisste Melinda wäre? Dann wäre Ellen gar nicht meine Mutter. Sie hätte mich entführt. Aber das würde sie nie tun!
Am Marktplatz sah ich mich um. Ich setzte mich an einen Brunnen und sah den Leuten die an mir vorbeiliefen zu. Alle sahen mich an, bis ein Mädchen mit rötlichen Locken und strahlenden Augen auf mich zu kam. Sie sah entschlossen aus, bei dieser selbstbewussten Haltung, bekam ich schon etwas Angst. Was wollte sie von mir?
>>MEL?<< rief sie.
Jetzt wusste ich, was sie wollte.
Mel?
[Stellas Sicht]
Als ich dieses Mädchen am Brunnen gesehen habe, war mir so richtig übel geworden. Aber ich musste mich zusammen reißen! Wenn das Mel war, musste ich wissen was passiert war!
>>Mel? Bist du es?<<
Sie sah mich fragend an.
>>Kann schon sein.<<
Was meinte sie denn jetzt damit?
>>Was meinst du damit?<<
>>Ich hab mein Gedächtnis verloren.<<
Das war ein Schlag unter die Gürtellinie. Wie war das überhaupt möglich? Mel hatte mir nie von einer Zwillingsschwester erzählt. Sie musste es sein! Aber wie war das möglich? Ich begriff es nicht. Vielleicht konnte mir dieses Mädchen auch dabei helfen, Mary und Ally zu finden?
Vergangenheit
[Melindas Sicht]
Nachdem ich mich mit Stella unterhalten hatte, war ich nach hause gegangen. Ich musste Ellen zur Rede stellen. Sie hatte mich die ganze Zeit belogen! Bevor sie nach hause kam, schlich ich noch einmal an den Computer und suchte bei Facebook nach „Melinda Gordon“ und musste feststellen, das meine Mum ihre ganzen Fortschritte sowie bei Facebook als auch bei Twitter verfolgt hatte. Ich las alles was es über mich zu lesen gab. Und wieder erinnerte ich mich ein Stück…an einen weiteren Namen: Sarina. Hm…ich überlegte und loggte meine Mutter bei Facebook aus und tippte in das Login-Fenster:
Name: Melinda Gordon
Passwort: sarina28
Es wunderte mich überhaupt nicht dass das Passwort stimmte, schließlich hatten alle meine Erinnerungen etwas zu bedeuten. Und die 28 war einfach meine Lieblingszahl gewesen. Ich las mein Profil genau durch. Meine wahre Familie bestand aus meinem Vater David und meiner älteren Schwester Sarina. Meine besten Freunde waren Alissa & Stella. Und das Profilbild war –nicht verwunderlich- mein Ebenbild. Mein aktueller Wohnort war Rosenburg gewesen, es klang stark nach einem Internat und ich googlte den Namen. Ich fand viele Berichte über das Verschwinden vieler Mädchen. Teilweise waren sie wieder aufgetaucht, viele sind aber noch heute verschwunden. Und darunter war ich. Wieso niemand der wieder Aufgetauchten der Polizei erzählte was passiert war, ist ungeklärt. Ich wusste es trotzdem: Hätte man etwas gesagt, wäre man in der Psychiatrie gelandet, so hatte Stella es mir zumindest erzählt…